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Dienstag, 17. August 2010
Ich weiß doch wie es läuft...
jonews666, 21:38h
Heute geht der 7. Tag in der REHA in Höhenried zu Ende. Ich darf mich mit Fug und Recht als Insider bezeichnen. Keiner blickt mehr auf, wenn ich in den Speisesaal komme (Bis auf die mehr als Vollschlanke, die sich selber als Einzelkämpferin bezeichnet und deutlich mehr als ich wiegt und die mir Angst macht...). Die Geschichte der eigenen Erkrankung ist inzwischen bekannt. Jeder weiß, dass ich 3 Stents habe. Ja, und ich hab ne Menge Sport gemacht. Ja, ich habe den Infarkt gemerkt (Aua), wenn auch keine Atemnot gehabt. usw. Diese Geschichte seines persönlichen Erlebens erzählt jeder Neuling während der REHA geschätzte 20 Mal und gefühlte 40 mal. Nun bin ich sozusagen Primaner, und kann selber Tips an Neuzugänge geben. Da wäre zum Beispiel der Tip, sich von den Lieben daheim nach Möglichkeit einen Wasserkocher nebst wasserlöslichen Kaffee mitbringen zu lassen. Der Morgen-Kaffee im Speisesaal hat zwar die richtige Farbe, entbehrt aber sonst von sämtlichen weiteren Merkmalen, die man üblicherweise mit dem Kaffeegenuss verbindet. Wer längere Zeit in Bundeswehrkantinen oder mehr oder weniger freiwillig in Jugendherbergen war, weiß wovon ich rede. Ein weiterer Tip ist auch, den Satz aus der Einladung zu REHA bezüglich der regenfesten Kleidung wörtlich zu nehmen. Dem Wochenplan und den Therapeuten ist es egal, ob draußen gerade sinnflutartige Regenfälle niedergehen, der Starnberger See seine Fläche gerade verdoppelt und in Nähe des eigenen Fensters Enten bedrohlich näher kommen. Wenn dort steht "Bewegung im Freien", heißt des exakt im Freien, ohne Unterstand und Überdachung. Und wer wirklich nicht auf sein Feierabendbier verzichten mag und die Glimmstengel ebenso braucht, sollte sich diese Drogen auf Vorrat organisieren. In der Klinik selber gibt es nur alkoholfreies Bier und definitiv keine Zigaretten. Ich muß natürlich der Form halber an dieser Stelle darauf hinweisen, dass diese Dinge im Klinikbereich unerwünscht sind. Das allabendliche Gescheppere und die Gelage auf dem Klinikparkplatz sprechen jedoch eine andere Sprache.
Wer glaubt, er könnte das hauseigene WLAN nutzen, um sich eben mal geschwind einzuloggen und möglicherweise auf üblen Seiten zu surfen, den muß ich enttäuschen. Zwar kann man eine Internetflat buchen, die einem nach Eingabe einer PIN und seiner hauseigenen Telefonnummer das Surfen im Internet ermöglichen soll, doch es funktioniert nicht. Der Automat bucht zwar lustig den Betrag ab, ein Login ist jedoch nicht möglich. Ich habe den Verdacht, dass man den angeknacksten Herzen seitens der Klinikleitung keinen zusätzlichen Streß zumuten möchte. So manch einer soll schon beim Begaffen nicht ganz jugendfreier Seiten aber auch beim blosen Überprüfen seines Kontostandes über sein Notebook in der Reha zusammengebrochen sein. Das widerspricht natürlich dem Ziel dieser REHA. Noch was für einsame Singles, die sich mit der REHA eine Bekanntschaft und spätere Partnerschaft fürs Leben erhoffen. Vergisst es. In der ersten Zeit kommen die meisten hier als wandelnde Zombies an. Im weiteren Verlauf der Reha ist der Terminplan so voll, dass Mann/Frau kaum auf dumme Gedanken kommt. Und die letzte Woche bietet vermutlich kaum noch Gelegenheit, eine Festigung der Bekanntschaft mit Frau Schlonz und/oder Herrn Müller zu erreichen, welche über das Austauschen von Telefonnummern herausgeht. Auch in dieser Stelle muß ich darauf hinweisen, dass das natürlich in meinem Fall rein theoretische Betrachtungen sind....
Man schreibt sich.
Wer glaubt, er könnte das hauseigene WLAN nutzen, um sich eben mal geschwind einzuloggen und möglicherweise auf üblen Seiten zu surfen, den muß ich enttäuschen. Zwar kann man eine Internetflat buchen, die einem nach Eingabe einer PIN und seiner hauseigenen Telefonnummer das Surfen im Internet ermöglichen soll, doch es funktioniert nicht. Der Automat bucht zwar lustig den Betrag ab, ein Login ist jedoch nicht möglich. Ich habe den Verdacht, dass man den angeknacksten Herzen seitens der Klinikleitung keinen zusätzlichen Streß zumuten möchte. So manch einer soll schon beim Begaffen nicht ganz jugendfreier Seiten aber auch beim blosen Überprüfen seines Kontostandes über sein Notebook in der Reha zusammengebrochen sein. Das widerspricht natürlich dem Ziel dieser REHA. Noch was für einsame Singles, die sich mit der REHA eine Bekanntschaft und spätere Partnerschaft fürs Leben erhoffen. Vergisst es. In der ersten Zeit kommen die meisten hier als wandelnde Zombies an. Im weiteren Verlauf der Reha ist der Terminplan so voll, dass Mann/Frau kaum auf dumme Gedanken kommt. Und die letzte Woche bietet vermutlich kaum noch Gelegenheit, eine Festigung der Bekanntschaft mit Frau Schlonz und/oder Herrn Müller zu erreichen, welche über das Austauschen von Telefonnummern herausgeht. Auch in dieser Stelle muß ich darauf hinweisen, dass das natürlich in meinem Fall rein theoretische Betrachtungen sind....
Man schreibt sich.
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