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Sonntag, 22. August 2010
Ohne Mampf kein Kampf
jonews666, 20:02h
Das Ernährung einer der Faktoren ist, die einem bei choronaler Herzerkrankung ein längeres Leben sichern können, ist wohl vielen hier (theoretisch) klar.
Umso dramatischer dann, wenn beim Abendbuffet die Wurstplatten ausgehen und kein Nachschub kommt. Die Alternative, Avocadoscheiben mit Olivenöl, kommt dann nicht so richtig gut an. Uwe hat immerhin eine Scheibe probiert. Dabei blieb es dann auch. Wort- und Gestenreich beschloss er, zum Italiener nach Tutzing aufzubrechen. Zwischenhalt bei der Tanke ist fest beabsichtigt. Uwe hat inzwischen ein kleines Geschäft als Marketender aufgebaut. Er fährt einmal am Tag nach Tutzing und kauft nach Bestellung ein. Meistens die Dinge, die auf keinem Ernährungsplan stehen und die vermutlich den erhobenen Zeigefinger des Arztes nach sich ziehen. Ebenfalls wohl Dinge (Druckerzeugnisse) die für herzkranke Männer jenseits der 60 wohl auch nicht angeraten sind. Natürlich schlägt Uwe noch "Spritgeld" auf die Einkaufspreise. Irgendwie clever, das Geschäft scheint zu florieren.
Auch nachdem Uwe abgerauscht ist, hat sich die Versorgungslage im Speisesaal nicht nachhaltig gebessert. Ich beobachte allerdings, wie sich die Serviererinnen in der Küche zusammenrotten. Offensichtlich wird Kriegsrat gehalten, was man den Patienten noch fürs Abendbuffet servieren kann. So ne Horde hungriger Patienten können dann ganz schön rabiat werden. Vor meinem Auge spielen sich dann schon Szenen ab, wie einige die Küche stürmen und die Kühlräume mit den schweinefleischfreien Frikadellen und der fettreduzierten Salami stürmen. Und schließlich auf massive Gegenwehr der Küchenbrigade stossen. Die wehren sich mit Salven von garantiert cholesterinfreien biologisch dynamischen Frühstücksaufstrich und Paketen von komplett fettfreien Industriekäsen.
Ganz soweit kommt es dann doch nicht. Die Küchenbrigade schickt zwei ihrer verdientesten und kampferprobten Genossinnen in den Saal. Jede trägt zwei Tabletts. Aus der Ferne sehe ich Aspikaufschnitt (für mich Glibber mit Fleischresten) und marinierte Tofuscheiben. Ich bringe mich schnell in Sicherheit. Mahlzeit!
Umso dramatischer dann, wenn beim Abendbuffet die Wurstplatten ausgehen und kein Nachschub kommt. Die Alternative, Avocadoscheiben mit Olivenöl, kommt dann nicht so richtig gut an. Uwe hat immerhin eine Scheibe probiert. Dabei blieb es dann auch. Wort- und Gestenreich beschloss er, zum Italiener nach Tutzing aufzubrechen. Zwischenhalt bei der Tanke ist fest beabsichtigt. Uwe hat inzwischen ein kleines Geschäft als Marketender aufgebaut. Er fährt einmal am Tag nach Tutzing und kauft nach Bestellung ein. Meistens die Dinge, die auf keinem Ernährungsplan stehen und die vermutlich den erhobenen Zeigefinger des Arztes nach sich ziehen. Ebenfalls wohl Dinge (Druckerzeugnisse) die für herzkranke Männer jenseits der 60 wohl auch nicht angeraten sind. Natürlich schlägt Uwe noch "Spritgeld" auf die Einkaufspreise. Irgendwie clever, das Geschäft scheint zu florieren.
Auch nachdem Uwe abgerauscht ist, hat sich die Versorgungslage im Speisesaal nicht nachhaltig gebessert. Ich beobachte allerdings, wie sich die Serviererinnen in der Küche zusammenrotten. Offensichtlich wird Kriegsrat gehalten, was man den Patienten noch fürs Abendbuffet servieren kann. So ne Horde hungriger Patienten können dann ganz schön rabiat werden. Vor meinem Auge spielen sich dann schon Szenen ab, wie einige die Küche stürmen und die Kühlräume mit den schweinefleischfreien Frikadellen und der fettreduzierten Salami stürmen. Und schließlich auf massive Gegenwehr der Küchenbrigade stossen. Die wehren sich mit Salven von garantiert cholesterinfreien biologisch dynamischen Frühstücksaufstrich und Paketen von komplett fettfreien Industriekäsen.
Ganz soweit kommt es dann doch nicht. Die Küchenbrigade schickt zwei ihrer verdientesten und kampferprobten Genossinnen in den Saal. Jede trägt zwei Tabletts. Aus der Ferne sehe ich Aspikaufschnitt (für mich Glibber mit Fleischresten) und marinierte Tofuscheiben. Ich bringe mich schnell in Sicherheit. Mahlzeit!
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