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Donnerstag, 26. August 2010
Vorläufiges Fazit REHA Höhenried
jonews666, 20:22h
Einen vollen Tag habe ich eigentlich noch, aber heute ist mir nach Fazit schreiben. Das Wichtigste: Als ich zur REHA kam war mein kleiner 2 jähriger Sohn schneller wie ich. Jetzt kann ich es wieder für ein paar Jahre mit ihm aufnehmen. Als ich zur REHA kam, hatte ich das Gefühl, meine vormals gute Kondition auf dem OP-Tisch vergessen zu haben. Jetzt sagen mir die Werte des Belastungs-EKG, dass ich wieder fit bin. Als ich zur REHA kam, hatte ich das Gefühl, dass meine Schulter- und Brustmuskulatur sich um die Hälfte verringert haben. Nach täglicher ausgiebiger Morgen- und Rückengymnastik kann ich wieder alle Verrenkungen machen. Aus medizinischer Sicht wird mir Frau Dr. T warscheinlich morgen beim Abschlussgespräch sagen, dass ich "austherapiert" bin. Es liegt nun an mir selber. In soweit richtig, doch wenn ich in die Runde und insbesondere auf die Bäuche im Speisesaal schaue, weiß ich, welches die Aufgaben Vieler zukünftig sein könnten. Ich bin da mit meinen (nun) 78,2 KG eher ein Fliegengewicht. Den vielen Rauchern und auch Trinkern wird der Arzt sicherlich zur Mäßigung bis hin zur Aufgabe ihrer Sucht raten. Das hat bei mir kein Erfolg, da ich weder rauche noch trinke. Ich habe die Veranlagung für choronale Herzkranzgeschichten. Da noch keine Gen-verändernden Medikamente erfunden wurden, muß ich damit leben. Cholesterin kann ich durch Tabletten und gesunde Ernährung in den Griff bekommen. Ich werde die Ratschläge befolgen und all die leckeren Pommes und Currywürste künftig ignorieren. Auch auf meinen Grill kommt nun nur joch vegetarisches Zeugs. Wie ich es schaffe, dass Thema Streß abzubauen, steht auf einem anderen Blatt. Das dieses (lebens-)wichtig ist, und wie es gehen könnte, habe ich hier in Ansätzen gelernt und gespürt. Meine Einstellung zum Leben zu überdenken, ist meine größte Hausaufgabe. Und die Wichtigste. Das Leben zu genießen ist bei Vollpension und mit Blick und Wandern am Starnberger See leicht. Die Kunst wird sein, die Leichtigkeit für den Alltag zu bewahren.
Ich habe hier Leute kennengelernt, die wären mit einem Infarkt, so wie er wohl bei mir abgelaufen, ist gut beraten gewesen. Die können aber demnächst nur noch mit maximal 50 % ihrer Herzleistung rechnen. Mein Gegenüber Uwe ist so einer. Seinen Job als Fernfahrer kann er vergessen. Sein Arbeitgeber hat ihm das schon signalisiert. Uwe hat trotzdem ne Menge Spaß und ist der, der über jeden REHA-Witz am Lautesten lacht. Andere haben noch in der REHA die Kündigung bzw. einen Aufhebungsvertrag erhalten. Die Namen solcher Arbeitgeber sollte man nach meiner Sicht öffentlich machen und deren Produkte und Dienstleistungen sabotieren.
Was gibts sonst noch zu meinem Aufenthalt in der REHA Klinik zu sagen? Ich habe noch nie in meinem Leben soviel Kg an Obst und Salate gegessen und Pfefferminztee getrunken. Selten war ich so oft draußen und bin spazieren gegangen, alleine. Ich habe selten soviel skurrile Typen kennengelernt. Keines der Gespräche und gemeinsamen Aktionen möchte ich jedoch missen. Die gemeinsame Krankheit und/oder der Infarkt mit Folgen schweißen Alle zusammen. Alles in Allem kann ich die Klinik in Höhenried für eine REHA empfehlen. Das Personal passt und ist freundlich und kompetent, das Essen ist gut, die Landschaft noch besser. Wer die REHA nicht braucht, umso besser. Der sollte am Wochenende seine Familie einpacken, und das öffentlich zugängliche Gelände mit dem einmaligem Park (inklusive einer Herde weißem Dammwildes für die Kleinen) besichtigen. Alleine das ist schon eine gute Therapie, damit man die REHA-Klinik nicht auch von Innen sehen braucht. Morgen gibts dann Alles zum letzten mal. Aber darüber berichte ich im letzten Kapitel morgen.
Ich habe hier Leute kennengelernt, die wären mit einem Infarkt, so wie er wohl bei mir abgelaufen, ist gut beraten gewesen. Die können aber demnächst nur noch mit maximal 50 % ihrer Herzleistung rechnen. Mein Gegenüber Uwe ist so einer. Seinen Job als Fernfahrer kann er vergessen. Sein Arbeitgeber hat ihm das schon signalisiert. Uwe hat trotzdem ne Menge Spaß und ist der, der über jeden REHA-Witz am Lautesten lacht. Andere haben noch in der REHA die Kündigung bzw. einen Aufhebungsvertrag erhalten. Die Namen solcher Arbeitgeber sollte man nach meiner Sicht öffentlich machen und deren Produkte und Dienstleistungen sabotieren.
Was gibts sonst noch zu meinem Aufenthalt in der REHA Klinik zu sagen? Ich habe noch nie in meinem Leben soviel Kg an Obst und Salate gegessen und Pfefferminztee getrunken. Selten war ich so oft draußen und bin spazieren gegangen, alleine. Ich habe selten soviel skurrile Typen kennengelernt. Keines der Gespräche und gemeinsamen Aktionen möchte ich jedoch missen. Die gemeinsame Krankheit und/oder der Infarkt mit Folgen schweißen Alle zusammen. Alles in Allem kann ich die Klinik in Höhenried für eine REHA empfehlen. Das Personal passt und ist freundlich und kompetent, das Essen ist gut, die Landschaft noch besser. Wer die REHA nicht braucht, umso besser. Der sollte am Wochenende seine Familie einpacken, und das öffentlich zugängliche Gelände mit dem einmaligem Park (inklusive einer Herde weißem Dammwildes für die Kleinen) besichtigen. Alleine das ist schon eine gute Therapie, damit man die REHA-Klinik nicht auch von Innen sehen braucht. Morgen gibts dann Alles zum letzten mal. Aber darüber berichte ich im letzten Kapitel morgen.
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