Samstag, 21. August 2010
Auszeit
Man hat mich frei gelassen. Für ein Wochenende zu Hause. Ist ja dann doch ein komisches Gefühl, ohne Netz und im Bedarfsfall ohne Dr.T..
Lärmfest bin ich zumindest und meine Pumpe auch. Nach Soundcheck mit meiner Band ist alles noch da, wo es hingehört. Gleich geht's auf die Bühne, ich freue mich wie ein Schnitzel. Grüß aus Germering.

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Freitag, 20. August 2010
Der Rolladen-Mann
In der Reha ist ein ständiges Gehen und Kommen. Für Manche ist das Gehen schöner als das Kommen. Für sehr Viele ist das Kommen lebenswichtig. Ich freue mich inzwischen auf das Gehen. Auch wenn das hier für insgesamt drei Wochen alles gut gepasst hat und die Umgebung zum Dableiben einlädt. Aber das mit dem Schlafen klappt hier nicht wirklich gut. In der ersten Woche war ich noch platt von der Klinik und habe geschlafen sobald ich mich in die Waagerechte begeben haben. Vorgestern habe ich jedoch einen neuen Nachbarn bekommen. Seitdem ist das mit dem Schlafen relativ. Mein Nachbar ist geschätzte 90 und wohl ein Fan von bayerischer volkstümlicher Musik. Zumindest höre ich die jetzt immer bis ca. 23 Uhr. Ich habe nichts gegen bayerische volkstümliche Musik, nur bitte auf Zimmerlautstärke. Na gut, der Mann ist offenbar schwerhörig. Er kann allerdings wohl auch nicht ohne Fernseher einschlafen. Das blöde ist nur, dass der Fernseher, sobald er eingeschlafen ist, sich nicht von selber ausschaltet. Das mit dem schwerhörig hatten wir ja schon, dementsprechend ist die Lautstärke eingestellt. Faszinierend finde ich, dass sowohl Radio und TV laufen. Soll mal einer/eine sagen, Männer wären nicht multitaskingfähig. Vielleicht macht es das Alter. Irgendwann ist dann Ruhe, weil die Nachtschwester den Fernseher abstellt (meistens so gegen 24.00 Uhr). Jetzt ist Ruhe. Denke ich. Nun kommt der Rolladen-Mann ins Spiel. Der Rolladen-Mann wohnt wohl in der Etage über mir. Er hat immer so gegen 24.00 Uhr die Idee seine elektrischen Rolläden zu verstellen. Irgendwie ist er mit dem Ergebnis nie zufrieden. Wir haben übrigens überall elektrische Rolläden. Ich stelle mir dann immer vor, wie alle Patienten synchron ihre Zimmerrolläden rauf und runter lassen oder das Ganze einer bestimmten Choreographie folgen lassen. Meistens schlafe ich über diesen Gedanken dann doch ein, bis zum Wecken durch meinen Wecker, so gegen 6.40 Uhr. Morgen kaufe ich mir Ohrstöpsel. Wünsche eine ruhige Nacht!

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Donnerstag, 19. August 2010
Basteln mit Uschi
Das Wochenprogramm am Abend ist bunt gemischt. Heute zum Beispiel gibt es Basteln mit Uschi. Uschi möchte mit uns eine Tagescreme zaubern. Ganz reizend. Ich habe mich entschlossen dieses Angebot nicht wahrzunehmen. Stattdessen bin ich heute in der Freiheit um mit meiner Band zu proben. Das tat gut, wenn ich auch jetzt taub bin. Das ist aber vielleicht auch ganz gut so. So kann ich noch mehr in mir ruhen und entspannen.

Man glaubt fast nicht mehr, das es außerhalb der Reha noch was anderes gibt. Ich gebe ehrlich zu, es macht mächtig Spaß draussen zu sein. Ich gebe aber auch zu, dass ich mich auf die Geborgenheit der Klinik freue. Nicht nur weil dort Vollpension ist und Frau Dr T. einem vielleicht ein Lächeln schenkt, sondern weil diese Klinik einem ein Gefühl von Sicherheit gibt. Könnt ja doch was sein... Ist aber nicht und ich freue mich aufs Bett. Für das Leben als Rockmusiker muß ich derzeit wohl noch einen längeren Mittagsschlaf machen...

Morgen Abend spielt Bernie in der Cafeteria Songs aus den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren. Also eigentlich alles. Nachdem ich das Mega-Konzert von Country-Star Mannie am vergangenen Freitag verpasst habe gehe ich wohl hin. Man muß ja mitreden können. Am Samstag spiele ich dann selber. Aber das ist eine andere Geschichte.

Keep On Rockin and Good Night!

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